2015

 

DAS WORT UND SEIN SCHATTEN

(SCHREIBENDE ÜBERSETZER)

 

  1. JANUAR 

Marcelo Backes in Lesung und Gespräch
Moderation: Markus Sahr

Marcelo Backes, Nachfahre deutscher Einwanderer, wurde 1973 in Rio Grande do Sul geboren. Er studierte Germanistik und promovierte an der Universität Freiburg i.Br. Seit vielen Jahren übersetzt er aus dem Deutschen: Franz Kafka, Arthur Schnitzler, aber auch Zeitgenossen wie Ingo Schulze oder Saša Stanišić. Er lebt in Rio de Janeiro, in Ipanema, nah am Strand, und verlässt doch selten das Haus… Sein neuester Roman »A Casa Cai« (»Das Haus fällt«) erschien 2014.

Volker Hemken, Bassklarinettist des Gewandhausorchesters, wird den Abend musikalisch begleiten.

Eintritt 3,-/2,-EUR. Veranstaltung des Sächsischen Übersetzervereins Die Fähre e.V. Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

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Foto: Nina Saroldi: Marcelo Backes, Markus Sahr, Volker Hemken

Volker Hemken spielt Tom Waits, Eric Dolphin, God bless the child, und, als Zugabe, Timo Jouko Herrmann, LE CHAT AUX BERGAMOTES (UA.) für Bassklarinette solo.

 

 

  1. MAI:

EIN DEUTSCHER IN BULGARIEN:

Thomas Frahm in Lesung und Gespräch mit Andreas Tretner

Thomas Frahm, geboren 1961 am Niederrhein, hat, um den Blick auf sich selbst zu klären, eine periphere Position bezogen: Er lebt in Bulgarien, kann wenigstens dieses Land und seine Menschen gut verstehen und immer besser erklären – wofür ihm Schreiben und Übersetzen gleichermaßen recht sind, wenn nicht gar zusammengehören. Vier große Romane aus seiner Feder stammen von Vladimir Zarev (Hanser Verlag), instruktive Essays (öfter für den »Merkur«) und subtile Erzählungen von ihm selbst, jedoch als ein Anderer. »Die beiden Hälften der Walnuss«, so heißt Frahms Versuch über das bulgarische Denken, der mit einem Brechtsatz endet: »Ein Mensch – das ist: zwei Menschen«, hier zum Beispiel, im Mindesten: Autor und Übersetzer.
Andreas Tretner ist Übersetzer aus dem Russischen und Bulgarischen.

Eintritt: 3,-/2,-EUR. Veranstaltung des Sächsischen Vereins zur Förderung literarischer Übersetzung »Die Fähre« e. V., gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

 

 

  1. JUNI 2015

Frank Heibert in Lesung und Gespräch. Moderation: Ralf Pannowitsch

Er hat Richard Ford übersetzt und Don DeLillo, Marie Darrieussecq und Yasmina Reza – starke Stimmen, die vielleicht in seinem Kopf widerhallen, wenn er eigene Erzählwelten erschafft? Oder sind Übersetzen und Schreiben wie zwei Züge, die auf verschiedenen Gleisen rollen und überhaupt nicht in Kollisionsgefahr geraten? – Frank Heibert, geboren 1960, lebt in Berlin. Er ist preisgekrönter Übersetzer, Schriftsteller (sein Roman „Kombizangen“ erschien bei Hoffmann und Campe), Jazzsänger und noch einiges mehr. Im Wintersemester 2015/16 wird er an der Freien Universität Berlin die August-Wilhelm-von-Schlegel-Gastprofessur für Poetik der literarischen Übersetzung bekleiden.

Eintritt: 3,- / 2,- EUR. Veranstaltung des Sächsischen Vereins zur Förderung literarischer Übersetzung »Die Fähre« e.V., gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

 

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